Haustiere - Infoseiten - die besten Infos im Netz

Infoseiten

Die besten Seiten im Netz

Die besten Seiten im Netz

Infoseiten

Direkt zum Seiteninhalt

Haustiere

Nutz- und Heimtiere
Haustiere sind Tiere, die wegen ihres Nutzen oder des Vergnügen halber vom Menschen gezüchtet werden. So entstand beispielsweise das Hausschwein aus dem Wildschwein, der Hund stammt vom Wolf ab, die Hauskatze von der ägyptischen Falbkatze. Auch Ziege, Rind, Pferd und Schaf sind Haustiere, die durch Züchtung entstanden sind. Sie werden vom Menschen als Heimtiere oder als Nutztiere gehalten. Der Begriff Haustier wird sehr oft mit dem des Heimtiers verwechselt. Haustiere werden in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen gehalten, wie beispielsweise Rinder oder Schweine. In diesem Fall spricht man auch vom Nutztier. Heimtiere, sind Tiere die engen Kontakt mit Menschen haben, und meist in dessen Wohnung als Zierde, Sozialpartner oder Spielgefährte für Kinder gehalten werden, und mit diesen zusammenleben. Die beliebtesten sind hier sicherlich die Hunde, Katzen, Vögel oder auch Fische. Die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist sicherlich die engste. Auf diesen Seiten möchten wir einige dieser Arten näher vorstellen. Auch Sie können hier Tierarten vorstellen. Senden Sie uns einige Zeilen und auch gerne Fotos die wir hier veröffentlichen werden.







Graurinder oder ungarisches Steppengraurind.
Das graue ungarische Steppenrind gehört inzwischen zu den selten gewordenen Haustierrassen. Es ist schlank, und hochbeinig. Mit einer Höhe von Bullen 145 bis 155 cm, bei der Kuh 135 bis 140, und einem Gewicht beim Bullen 800 bis 960 kg, bei der Kuh 500 bis 600 kg eine imposante Erscheinung. Die meist genau nach oben weisenden Hörner sind lang, gebogen und ausladend, und können bis zu 80 cm lang sein. Es kam wahrscheinlich im 9. Jahrhundert mit der Einwanderung der Ungarn aus deren vorheriger Heimat im Osten ins Ungarische Tiefland. Diese alte Haustierrasse kommt in diesem Gebiet seit Jahrhunderten vor. Das Graurind war immer auf den großen Gutshöfen beheimatet und galt als das Rind der wohlhabenden Leute, der Adeligen und Gutsbesitzer. Das robuste Steppenrind war nicht nur ein zuverlässiger Milch- und wichtiger Fleischlieferant, auch sein Fell schützte die Hirten im ganzen Jahr vor Regen, Sonnenschein und Schnee. Es wurde auch als Arbeitstier verwendet, das in der Lage war, schwere Lasten zu ziehen. Es übersteht problemlos die extremen klimatischen Veränderungen, die harten Winter ebenso wie den heißen Sommer. Es verbringt das ganze Jahr unter freiem Himmel – im Stall fühlt es sich nicht wohl.

Vor hundert Jahren kam dann das graue ungarische Steppenrind außer Mode. Da man derzeit anfängt sich auf Altes und Bewährtes zu besinnen, geht man wieder dazu über sich der Zucht und dem Erhalt der Graurindrasse zu widmen und es somit vor dem Aussterben zu bewahren. Im Seegebiet des Nationalparks Neusiedlersee wurde mit der Zucht der Rinder vor einigen Jahren begonnen. Eine Herde von rund 500 Tieren weidet inzwischen auf der österreichischen Seite, und ca. 1000 Tieren auf der ungarischen Seite. Damit kann die landseitige Verschilfung verhindert und wertvoller Lebensraum für Vogel- und Pflanzenarten erhalten werden. Um den Herdenbestand zu sichern, werden nur wenige Tiere pro Jahr geschlachtet.


Mangalitza Wollschwein

Wegen des ungewöhnlichen Haarkleides mit Unterwolle und lockigen Borsten wird das Mangalitza auf Deutsch „Wollschwein” genannt. Wollschweine sind eine ungarische Landrasse. Sie sind robust, unkompliziert und wesentlich kleiner als unsere heutigen Schweine. Trotzdem zählen sie zu den gefährdeten Haustierrassen, denn das Fleisch dieser Weideschweine ist durchwachsener und sie selbst sind bei weitem nicht so schwer wie die heutigen Stallschweine. Durch veränderte Verbrauchergewohnheiten nach dem Krieg sind Speckschweine, zu dem auch das Mangalizaschwein zu zählen ist, fast gänzlich verschwunden. Die Wollschweine sind ungewöhnlich anpassungsfähig an ungünstige Witterungsverhältnisse. Durch ihre Wolle sind die Schweine sowohl gegen Kälte als auch Hitze gut geschützt und können ganzjährig im Freien leben. Sie sind genügsam, bewegungsfreudig und haben einen ausgeprägten Familiensinn. Im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel im Burgenland werden seit einigen Jahren auch die langhaarigen Mangalizaschweine gezüchtet. Das Mangalizaschwein (Wollschwein) ist eine der ältesten, rein erhaltenen, europäischen Schweinerassen.


Zackelschaf
Das ungarische Zackelschaf ist ein kleines bis mittelgroßes, robustes, widerstandsfähiges, sehr genügsames, lebhaftes und scheues Schaf. Das Gewicht beträgt beim Widder bis zu 80 kg, beim Weibchen etwa 40-50 kg. Es gibt sie in zwei Farbschlägen - weiß und schwarz. Es entstand durch Mischung einiger Karpatenrassen und war in diesem Gebiet bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Hauptrasse. Das Zackelschaf gehört zu den urtümlichsten Hausschafrassen. Es stammt aus dem südosteuropäischen Raum und wird heute zumeist in Ungarn in kleinen Beständen in Verbindung mit Schafen anderer Rassen gehalten. Die schwarzen Zackelschafe haben in der Regel ein etwas kürzeres Vlies. Die weißen Zackelschafe geben aber mehr Milch und haben eine höhere Geburtenrate. Es handelt sich hier um ein mittelgroßes mischwolliges, langschwänziges Schaf mit einem auffallend schmalen Kopf und kleinen Ohren. Charakteristisch sind die großen, leuchtenden Augen. Beide Geschlechter tragen V-förmig auseinander strebende, korkenzieherartig gedrehte Hörner, die bei den Böcken bis zu 1 m Länge erreichen können. Das zottelig anmutende dichte Fell ist wasserundurchlässig und ermöglicht den Tieren Temperaturen zwischen -20°C und +40°C zu ertragen. Ihre Genügsamkeit bei der Futterauswahl macht sie für die Nutzung auch auf ausgedünnten Weiden einsetzbar! Das Gehörn der weiblichen Tiere ist kürzer. Das ungarische Zackelschaf dürfte es seit ca. 5.000 Jahren geben und es ist die einzige schraubenhörnige Hausschafrasse der Welt.




Zurück zum Seiteninhalt