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Test - Canon EOS 90D

Fünf Jahre nach Erscheinen der EOS 7D Mark II und drei Jahre nach der EOS 80D kommt endlich Bewegung im APS-Format bei Canon. Die Canon EOS 90D kommt auf den Markt und soll die beiden in die Jahre gekommenen Modelle von Canon ersetzen. Wir hatten Glück und konnten die neue Kamera sofort am Erscheinungstag abholen um sie unter „realen Bedingungen“ am Neusiedler See ausgiebig zu testen und mit der EOS 7D Mark II zu vergleichen.
 

Die Bedienung und das Gehäuse der Kamera sind uns sofort vertraut. Die Kamera liegt gut in der Hand, die Verarbeitung ist gewohnt hochwertig. Alle Bedienelemente und Funktionen sind mit der EOS 7D Mark II fast identisch. Der erste Unterschied: Die EOS 90D hat nur einen Schacht für SD Speicherkarte. Der CF Schacht fehlt. Hier hätten wir uns einen schnellen CF2 Schacht gewünscht. Der SD Schacht bei der EOS 90D unterstützt allerdings den UHS-II-Standard was in der Theorie die Datenübertragungsrate mit entsprechenden Karten bis zu 312MB/s erlaubt. In der Praxis macht sich das auch spürbar bemerkbar. Die Daten werden sehr schnell auf das Speichermedium geschrieben.

 
Der Sensor der Kamera ist neu und löst jetzt 32,3 MP auf was zurzeit einen Rekord im APS-Format darstellt. Die Qualität der Aufnahmen überzeugt. Die Fotos sind kontrastreich, farbneutral und haben deutlich mehr Details als die der EOS 7 Mark II, was nicht nur für Wildlife-Fotografen sehr interessant ist. Im RAW werden die Fotos im CR3 Format, mit einer Größe von fast 40 MP pro Foto auf der Speicherkarte abgelegt. Die Dateinamen werden von der Kamera generiert und sind im Gegensatz zur EOS 7D Mark II nicht individuell anpassbar. Schade! Zum jetzigen Zeitpunkt erweist sich das CR3 Format als etwas problematisch, da kaum ein Bildbearbeitungsprogramm damit zurechtkommt. Photoshop und Lightroom können das Format natürlich lesen aber die meisten anderen Programme zu jetzigem Zeitpunkt eben noch nicht. Es ist schon ärgerlich, wenn man die gemachten Fotos sich nicht einfach schnell auf den PC anschauen kann weil die Software das Format nicht lesen kann. Das ist aber sicherlich nur eine Frage der Zeit bis die anderen Software Hersteller mit diesem Format zurechtkommen werden. Das Rauschverhalten der Kamera hat sich trotz der höheren Auflösung nicht verschlechtert und so sind Aufnahmen bis 1600 ISO wirklich sehr gut. Eine deutliche Verbesserung ist bei der Belichtungsmessung zu bemerken. Das Belichtungssystem der EOS 90D arbeitet selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen sehr exakt und ist der EOS 7D Mark II überlegen.

 
Das Serienbildtempo der EOS 90D soll laut Canon zehn Bilder pro Sekunde betragen. Das können wir so nicht bestätigen. Mit einem 4,0/600 Objektiv, eingeschalteter Schärfenachführung des Autofokus und Blick durch den Sucher, schafft die Kamera keine 10B/s. Realistisch sind ca. 8B/s was deutlich langsamer ist als bei der EOS 7D Mark II. Auch die Anzahl der Aufnahmen die in Folge abgespeichert werden ist bei der EOS 90D mit 22 geringer. Die EOS 7 Mark II schafft immerhin 31 Aufnahmen bis sie ins „Stottern“ kommt. Da die Daten bei der EOS 90D aber deutlich schneller auf die Speicherkarte geschrieben werden, kann man das etwas auffangen in dem man den Auslöser kurz loslässt und der Kamera die Möglichkeit gibt die Daten auf die Karte zu schreiben. Mit etwas Übung klappte das bei uns sehr gut.
 

 
Der Autofokus der Canon 90D soll dem der EOS 7D Mark II und der EOS-1D X Mark II entsprechen. Technisch können wir das nicht beurteilen, aber in der Praxis hatte die EOS 90D in Verbindung mit dem langen Tele bei Flugaufnahmen immer wieder Probleme die Schärfe zu finden bzw. zu halten. Solche Probleme kannten wir von den anderen beiden Kameras nicht. Stromfresser ist die Canon EOS 90D nicht. Trotz gleichem Akku, halten diese deutlich länger als bei der 7D Mark II.
 
 
Fazit:
 
Nach drei Wochen Wildlife Einsatz unter Praxisbedingungen hat uns die Canon EOS 90D trotz einigen kleinen Schwächen im Großen und Ganzen überzeugt. Vor allem die Bildqualität und der Detailreichtum der Aufnahmen sind überragend. Die etwas geringere Serienbildgeschwindigkeit, der etwas „zickende“ Autofokus, die nicht konfigurierbaren Dateinahmen, der fehlende zweite Speicherkartenslot und die Tatsache daß die Kamera nur 22 Aufnahmen zwischenspeichern kann sind ärgerlich. Trotzdem ist es eine tolle Kamera und das Geld auf jeden Fall wert. Ob der Umstieg von einer EOS 7 Mark II auf eine EOS 90D zwingend erforderlich ist muss jeder für sich entscheiden. Wir werden das aber auf jeden Fall alleine schon wegen der Bildqualität machen.

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