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Canon EOS 7D Mark II - Test

Canon EOS 7D Mark II - Test

Über 5 Jahre nachdem Canon im Jahr 2009  die EOS 7 D vorgestellt hatte brachte der Hersteller mit der EOS 7D Mark II die Nachfolgerin auf den Markt. Auf dem Papier beeindruckt die EOS7D Mark II besonders mit einer sehr hohen Serienbildrate, was sie in Verbindung mit dem hochwertigen AF-System zum idealen Werkzeug für Natur- und Actionfotografen machen sollte. Ob die Kamera dieses Versprechen einhalten kann wird in der Praxis getestet. Wir haben die Kamera inzwischen nun einige Wochen genutzt und es wird Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht.

Technische Daten:
• 20,2 Megapixel CMOS
• 65 Autofokus-Felder, alle als Kreuzsensoren ausgelegt (Zentrum mit f8 und -3EV)
• Autofokus-Feinabstimmung
• 10 Bilder/Sek., bis 31 unverzögerte RAW in Folge
• ISO 100 - 16.000, erweiterbar auf 25.600 und 51.200 (Video bis 25.600)
• Belichtung: 30s - 1/8000s,
• interner Kamera-Timer
• internes GPS mit Kompassfunktion (Höhe, Aufnahmerichtung)
• Zweiachsen-Wasserwaage (auch im Sucher)
• optischer Sucher mit 100%-Bildfeld-Abdeckung
• zwei Speicherkarten-Fächer (CF mit UDMA 7 und SD mit UHS-1)
• Anti-Flicker-Modus gegen Unterbelichtung bei Kunstlicht
• Dual DIGIC 6 Prozessor
• Abmessungen 14,9 x 11,2 x 7,8cm
• Gewicht: 910gr

Die Kamera hinterlässt den von der 7D gewohnten, sehr robusten Eindruck. Der Body ist im Vergleich zum Vorgänger nur wenig größer geworden, ist hervorragend verarbeitet und liegt besonders mit dem Batteriegriff sehr gut in der Hand. Die Anordnung der Bedienelemente entspricht weitgehend  dem Vorgänger und trotz Kamerawechsel sitzt jeder gewohnte Griff. Jede Taste und jedes Rad gibt einem den Eindruck, etwas wertvolles in der Hand zu halten. Das 920 Gramm schwere Magnesiumgehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt, der Verschluss ist sogar für 200.000 Auslösungen ausgelegt.



Alle Bildverarbeitungsprozesse werden von dem neuen Dual-Digic-6-Prozessor unterstützt und so ist die Serienbildgeschwindigkeit mit bis zu 10 Bildern/s und AF-Nachführung sehr schnell und erfüllt Profiansprüche. In Folge soll die 7D Mark II 31 Bilder im RAW-Format, im JPG-Format gibt es praktisch keine Limitierungen schaffen. Mit einer Lexar Professional 2000x SD Karte und einem Canon EF 2,8/24-70 II Objektiv bestückt, schaffte die Kamera 28 Aufnahmen, mit einer Lexar CF 1000x Speicherkarte 27 Aufnahmen, bis die ersten kurzen „Aussetzer“ beim aufzeichnen der Daten folgten. Wird bei RAW-Format die Serienbildfunktion mit Bedacht genutzt, ist der Puffer aber ausreichend. Schon bei den ersten Aufnahmen ist uns das recht leise Auslösegeräusch aufgefallen. Bereits im Normalbetrieb ist es um einiges leiser als beim Vorgänger.

Genau wie bei der 5D oder der 1D hat auch dieses Gehäuse einen zweiten Speicherkartenslot. Zusätzlich zum Compact Flash Slot hat die 7D Mark II jetzt auch einen SD Karten Slot. Endlich wurde der Kamera ein Arretierungsknopf für das Moduswahlrad spendiert. Für mich eine wichtige Neuerung, da sich häufig schon unbemerkt das Wahlrad von selber verstellte, so das wir das eine oder andere mal versehendlich den falschen Modus eingestellt hatten.



Auch der neue intelligente Sucher mit 100% Abdeckung konnte uns überzeugen. Auf der Mattscheibe lassen sich nicht nur verschiedene Informationen anzeigen sondern er bietet auch die Möglichkeit der Einblendung von Gitternetz, einer Lichtwaage und einer 3D-Wasserwaage, mit der man immer sehen kann ob man einen geraden Horizont erwischt hat.

Ein weiteres neues Feature ist der integrierte GPS Empfänger der über das Kameramenü aktiviert werden kann,  und so kommen die Bilder fertig getaggt aus der Kamera. Bedenken sollte man aber, das bei ständiger Aktivierung der Akku schneller leer ist, und man genügend Akkus dabei haben sollte.

Der 20,2 Megapixel APS-C Sensor der 7D Mark II hat im Vergleich zum Vorgänger eine etwas höhere Auflösung  und das ist aus unserer Sicht ein wirklich guter Fortschritt. Die Abbildungsleistung des Sensors überzeugt uns. Nicht nur die Grundschärfe der neuen 7D empfinden wir als deutlich besser, sondern  unser Meinung nach ist auch das Grundrauschen viel geringer geworden im Vergleich zum Vorgänger. Gerade in hohen ISO Bereichen kann die Kamera noch sehr weit mitspielen und liefert nach unserem Empfinden bis ISO 3.200 noch sehr gute Ergebnisse. Werden hochwertige Objektive verwendet, löst der Sensor selbst extrem feine Strukturen wie Haare oder Gras sehr fein auf. Die Abbildungsleistung des Sensors begeistert! Auch die Belichtungsmessung arbeitet unser Meinung nach besser, und ist selbst bei kontrastreichen Motiven gleichmäßiger und ausgewogener.

Absolutes Highlight ist das neue AF-System mit 65 Kreuzsensoren. Das Fokussieren geht blitzschnell von statten und ist extrem präzise. Selbst bei schwierigen Motiven wie Flugaufnahmen von Vögeln trifft die Kamera exakt den anvisierten Punkt. Bei Testaufnahmen von fliegenden Gänsen, Tauben oder Dohlen gab es wegen fehlender Schärfe fast keinen Ausschuss! Das zentrale AF-Feld unterstützt endlich einen AF-Betrieb bis Blende 8,0. Jetzt können Objektive wie das 4,0/500 oder das 4,0/600 mit einem 2-fach Telekonverter auch an einer ASP-C Kamera verwendet werden.

Fazit:
Canon hat die EOS 7D konsequent weiterentwickelt und entscheidend verbessert und hat mit der 7D Mark II einen würdigen Nachfolger für die 7D geschaffen. Das Rauschverhalten hat sich merklich verbessert, auch bei der Bildqualität hat sich etwas getan. Das neue Autofokussystem ist einfach Spitze. Ob sich der Umstieg lohnt muss jeder selber entscheiden. Alleine der neue Autofokus und die Möglichkeit mit Objektiven bis Blende 8 zu arbeiten waren für uns Grund genug.


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